Schufa

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Was ist die Schufa?

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Die Schufa ist eine Schutzgemeinschaft der allgemeinen Kreditsicherung. 2000 wurde es in die Schufa Holding AG umgewandelt. Es ist ein privatwirtschaftliches und organisiertes Kreditbüro in Deutschland, welches die kreditgebende Wirtschaft trägt. Die Schufa sitzt in Wiesbaden. Die Anteile an der Schufa Holding AG liegen in 36,4% Kreditbanken, 24,7% Sparkassen, 17,9% Privatbanken, 7,9% Genossenschaftsbanken und 13,1% Handel und Andere.

Wie arbeitet die Schufa?

Mehr als 800 Mitarbeiter sind in der Schufa beschäftigt. Einzeldaten von natürlichen Personen werden gespeichert, mit dem Ziel, diese an die Vertragspartner weiter zu geben. In den 1970er Jahren erfolgte die Umstellung auf elektronische Datenverarbeitung und 1977 fielen die Daten unter das Bundesdatenschutzgesetz. Die Schufa bietet den Vertragspartnern einen Scorewert an, ein Wert von 1 bis 1000. Dieser Wert wird dem Verbraucher zugeordnet und gibt die statistische Wahrscheinlichkeit des Kreditausfalls an. Je höher der Wert, desto niedriger die Ausfallwahrscheinlichkeit. Nur teilweise ermittelt die Schufa die Daten selbst, etwa aus Amtsgericht-Schuldnerverzeichnissen. Banken und Vertragspartner liefern die Daten über die Kunden. Der Kunde muss hierzu einwilligen. Mit 65 Millionen Personen sind circa drei Viertel der Deutschen erfasst. Jährlich bearbeitet die Schufa über 91,5 Millionen Kreditwürdigkeitsanfragen. Dazu zählen 1,3 Millionen Selbstauskünfte der Bürger, welche ihre eigenen gespeicherten Daten einsehen möchten.

Welche Daten werden bei der Schufa gespeichert?

  • Name und Vorname
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum und -ort
  • aktuelle und frühere Anschrift(en)
  • Kredit- sowie Leasingverträge mit Betrag und Laufzeit
  • Girokontoeröffnung sowie Kreditkarten
  • Einrichtung des Telekommunikationskontos
  • (Versand)handelskundenkonten
  • fällige Zahlungsforderungen
  • gerichtliche Forderungen sowie Erledigung
  • Kontomissbrauch
  • Haftbefehl
  • die Beantragung eines Insolvenzverfahrens

  • Die Höhe des Kontostands sowie Einkommens werden nicht gespeichert. Im Fall der Begleichung offener Forderung oder Kreditzurückzahlung werden die Daten drei Jahre nach der Verzeichnung in der Schufaakte gelöscht, bei Minderjährigen sofort nach Rückzahlung.

    Was ist der Sinn der Schufa?

    Der Geschäftszweck der Schufa ist es, die Vertragspartner vor Kreditausfällen und die Verbraucher vor Überschuldung schützen. Jede Person hat das Recht, die über ihn gespeicherten Daten zu erfragen und falls fehlerhaft korrigieren zu lassen. Ab 1. April 2010 kann die Schufaauskunft einmal jährlich kostenlos beantragt werden.

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