Bonität

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Was bedeutet Bonität?

Bonität

Bonität bedeutet in der Finanzwirtschaft die Kreditwürdigkeit einer natürlichen Person oder der Unternehmen sowie Staaten, die wirtschaftliche Fähigkeit der Rückzahlung. Bonität bedeutet, dass der Kreditnehmer die aufgenommenen Schulden zurückzahlen kann und will. Nur unter dieser Voraussetzung soll der Kredit gewährt werden.

Kriterien der Bonität

Bonität beinhaltet zwei Kriterien, bei denen die Rückzahlungsfähigkeit vordergründig ist. Die persönliche Kreditwürdigkeit bedeutet die persönliche Zahlungswilligkeit und Zuverlässigkeit. Dabei sind die beruflichen sowie fachlichen Qualifikationen beim persönlichen Kreditnehmer und beim Unternehmenskredit das Management von Bedeutung. Die wirtschaftliche Kreditwürdigkeit bezeichnet die wirtschaftlichen Fähigkeiten durch das Überprüfen der vergangenen sowie vorauszusehenden wirtschaftlichen Verhältnisse vom Kreditnehmer, den Kredit zurück zahlen zu können. Hierbei werden zur Auswertung Einkommensnachweise und Bilanzen hinzugezogen. Kreditinstitute müssen die Kreditrisiken professionell einstufen und einschätzen können. Es wurden betriebswirtschaftlich-statistische Verfahren entwickelt, die sich mit dem Ermitteln und Einstufen der Bonität des Schuldners entwickelt. Die Bonität wird ebenso durch Anfrage bei der Schufa geprüft. Die Schufa speichert die Daten der Personen wie laufende Kredite, unbezahlte fällige Forderungen oder Missbrauch von Konten.

Einstufung der Bonität

Die Bonität ist nicht für alle Schuldner einheitlich. Jeder Kreditnehmer erfüllt aufgrund der individuellen und wirtschaftlichen Situation die Kriterien der Bonität mehr oder weniger, die jeweilige abgestufte Bonität ist das Ergebnis. Die Abstufung wird in scores oder Ratings eingestuft, was von sehr guter Bonität bis zu gerade noch vertretbarer Bonität reicht. Die Ratingtechnisch liegt vor, wenn der Kreditnehmer gerade noch so ein Rating erhält. Die Stufen korrelieren mit der Ausfallwahrscheinlichkeit, denn schlechte Bonität bedeutet hohes Ausfallrisiko. Mit den Ratingstufen kann die Ausfallwahrscheinlichkeit konkret zugeordnet werden. Bei einer ausgezeichneter Bonität liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei nur 0,10 Prozent, bei der mittleren sind es 1,87 Prozent, während es bei sehr schwacher dagegen bereits 17,27 Prozent sind.

Anforderungen der Kreditinstitute an die Prüfung

In Deutschland wird von den Kreditinstituten verlangt, dass sie über wirtschaftliche Verhältnisse der Kreditnehmer unterrichten müssen und Unterlagen anfordern und für die Risikoprüfung einstufen müssen. Mit dieser Pflicht sollen die Kreditinstitute und Gläubiger geschützt werden. Die Festlegung sowie Gewichtung der Bonitätskriterien im Detail bleiben dem Kreditinstitut überlassen. Letzten Endes ist das Ziel der Prüfungen darin, die Kreditgeber vor Kreditausfällen und die Kreditnehmer vor Überschuldung zu schützen.